
27.11.2011, 02:41 Read more...
18.01.2011, 14:39 Read more...
19.11.2010, 17:35 Read more...
09.07.2009, 17:19 Read more...
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Friedensbrücke Reichraming 2009
Hintergrund
Zu den Hauptinitiatoren des Projektes gehört die Familie Pammer aus Steyr. Die Friedens-Aktivitäten der Familie sind in den vergangenen Jahren sogar in Israel und Palästina bekannt geworden.
Im Herbst 2009, nach dem Bau der Friedensbrücke half Familie Pammer dem Holocaust-Überlebenden Prof. Lazarovits bei der Präsentation seines Buches („Mein Weg durch die Hölle“) in Steyr und Umgebung.

Ernö Lazarovits war einer der zigtausend ungarischen Juden, die im März/April 1945 von der ehemals burgenländisch-ungarischen Grenze in gnadenlosen Fußmärschen westwärts in Richtung Mauthausen und später nach Gunskirchen getrieben wurden. Heute ist er stellvertretender Generalsekretär des Internationalen Mauthausen Komitees und Direktor für Auswärtige Angelegenheiten des Zentralrates der Jüdischen Gemeinde in Ungarn.
Dass Familie Pammer sich zur Vereinigungsbewegung von Rev. Moon (eine der über 600 staatlich nicht anerkannten religiösen Gruppen in Österreich) bekennt, spielte für Lazarovits nie eine Rolle. Als er von der Verunglimpfung seiner Freunde durch die OÖN hörte, war er sehr besorgt und schrieb danach einen Brief an den Chefredakteur mit der Bitte sich vom „kriminalisierenden Artikel“ zu distanzieren. Auch auf diesen Brief (siehe unten) gab es seitens der Redaktion noch immer keine Reaktion. Man hüllt sich in Schweigen...
Diskriminierung aus religiösen Gründen
In den vergangenen 10 Jahren musste Familie Pammer wiederholt erfahren, dass ihnen Steine in den Weg gelegt wurden. Aufgrund ihres unorthodoxen religiösen Bekenntnisses unterstellten ihnen ihre Opponenten unlautere Motive für ihr Handeln im Dienste des Friedens und der Nächstenliebe. Dieses Verhaltensmuster ist hierzulande nicht unbekannt und hat einen Namen: Diskriminierung aus religiösen Gründen! Kein Mensch, keine Glaubensgemeinschaft (und keine Zeitung) besitzt das Monopol für die Nächstenliebe.
Schon im Jahr 2006 organisierte Bogdan Pammer (ältester Sohn) - damals noch Schüler des BRG Steyr- eine Veranstaltung zum Internationalen Friedenstag. Dazu kontaktierte er über 10 Jugend- und Wohltätigkeitsorganisationen zwecks Kooperation. Viele reagierten positiv mit einer Zusage - bis ein Kampfjournalist der damaligen Steyr Rundschau die potentiellen Partnerorganisationen anrief und ihnen die Rute ins Fenster stellte: "Wenn ihr mit Pammer kooperiert, wird die Rundschau Sie namentlich als Kollaborateur der "Moon-Bewegung" outen. Der Journalist Christian K. rief sogar Bogdans Direktor an, von dem der Teenager dann eine Vorladung bekam. Dazu publizierte er einen stigmatisierenden Hetzartikel gegen den Jungen und seine Glaubensgemeinschaft. FAZIT: Die Einschüchterungstaktik wirkte und die Kerzenlichtkundgebung zum Weltfriedenstag am 21. September musste folgedessen abgeblasen werden.
Familie Pammer (mit 4 Kindern, davon ein Sohn im Rollstuhl) ließ sich trotzdem nicht beirren. Immer wieder lancierten sie Wohltätigkeitsveranstaltungen und bekamen Unterstützung von mutigen Menschen. Sie sammelten Geld für humanitäre Projekte und reisten nach Bethlehem (Steyr Partnerstadt) um dort zu helfen, worauf sie Bürgermeister H.J. Nasser mit einem Geschenk der Dankbarkeit beehrte.
Bogdan Pammer, der älteste Sohn zeigte sich talentiert und hartnäckig in seiner Friedensarbeit. Mehrmals schaffte er es mit begrenzten Ressourcen Schüler aus Bethlehem und Steyr zu Serviceprojekten zusammenzuführen. Er sammelte auch Geld, damit sich arme palästinensische Familien aus Bethlehem eine Ziege erwerben konnten (Herr Pammer hatte damit offensichtlich Nachhaltigkeit im Visier). Dabei schaffte er es mithilfe seiner Mitschüler aus dem BRG Steyr genug Finanzen zu beschaffen, um fünf der dürftigsten Familien zu helfen.
Kampfjournalismus
Hannes Fehringer, der Autor des Artikels über den besagten Festakt auf der Friedensbrücke,
machte sich im Vorjahr für die Aufarbeitung der "braunen
Vergangenheit" der Stadt Steyr stark. Eine Strasse war nach dem Steyr
Nazi-Doktors Robert Stigler benannt.
In Zusammenarbeit mit dem lokalen Mauthausen Komitee engagierte sich Fehringer
und erzielte einen lobenswerten Sieg: Die Strasse wurde umbenannt.
Gerade deshalb überrascht es umso mehr, dass der Lokalredakteur jetzt so
agiert, als werfe er einige der wichtigsten Aspekte journalistischer Ethik über
Bord, indem er diesen diskriminierenden Skandalartikel schrieb. Herr Fehringer
wäre gut beraten, wieder einmal den Ehrenkodex der Österreichischen Presse zu lesen (insbesondere Punkt 4) oder die Allgemeine
Menschenrechtserklärung, die besagt, dass Menschenrechte unteilbar sind.
Der „Internationale Tag
der Gewaltlosigkeit“ wurde am 2. Oktober zusammen mit Mahatma Gandhis 142.
Geburtstag gefeiert. Auch er war ein Opfer der religiösen Intoleranz. Seine
Worte waren prophetisch und sind
relevant bis zum heutigen Tag:
„Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt“
LESERBRIEFE & KLARSTELLUNGEN
Sehr geehrter Herr Chefredakteur,
Da ich annehme, dass Sie mich nicht kennen, erlaube ich mir mich kurz vorzustellen. Mein Name ist Ernö Lazarovits aus Ungarn und ich bin Überlebender des Holocaust, genauer gesagt Überlebender des sogenannten „Todesmarsches“ ungarischer Juden nach Mauthausen und später weiter nach Gunskirchen, wo die noch Lebenden von den amerikanischen Truppen befreit wurden.
Gott segnet mich mit einem langen Leben und das danke ich Ihm indem ich mich unermüdlich dafür einsetze, dass derartig Schreckliches nie wieder passieren mag – nicht an den Juden und nicht an anderen Gruppen. Dabei ist mein Herz frei von Hassgefühlen und derartigem gegenüber den geschichtlichen Erben.
Vielleicht deshalb hat man mir höchste Auszeichnungen für dieses Engagement verliehen. In Österreich z.B. das „Große Ehrenzeichen der Republik Österreich“ vom ehemaligen Bundespräsident Dr. Klestil und das „Goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich“ von L.H. Dr. Pühringer. Desgleich auch von Deutschland und Frankreich.
In Österreich und hier
besonders in Oberösterreich hatte ich schon vielfach Gelegenheit meine mahnende
Stimme zu erheben. Seit der Herausgabe meines Buches „Mein Weg durch die Hölle“
gab es Vorlesungen und Präsentationen in Wien, Graz, Präbichl, Gunskirchen,
Steyr, Reichraming und anderswo. Dabei wurde ich von verschiedensten Gruppen
und Personen unterstützt.
Vor einem Jahr konnte ich in Steyr auch in einem Gymnasium mit Schülern sprechen und in Reichraming auf einer symbolträchtigen „Friedensbrücke“ unter Anwesenheit von Landespolitikern und dem örtlichen Bürgermeister sprechen.
Vorbereitet und durchgeführt wurden letztere Veranstaltungen von Fam. Pammer aus Steyr. Von ihnen musste ich leider ein recht bedenkliches Ereignis vernehmen, dass mich dazu führte diesen Brief zu schreiben.
Auf derselben schon erwähnten Friedensbrücke hat am „Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit“ wieder eine Feier stattgefunden, mit dem Ziel, das Bewusstsein für den Frieden zu schärfen. Sollte man meinen dies sei eine äußerst lobenswerte Initiative, so bin ich erstaunt, dass es der darüber berichtende Journalist Ihrer Zeitung es schafft, einen schlecht machenden, gegen die Familie Pammer und deren Zugehörigkeit zur Vereinigungskirche gerichteten Artikel zu verfassen.
Zwar sehe ich mich nicht als persönlicher Hüter irgend jemanden, aber derart verantwortungsloses Schreiben fördert den Geist des mit dem Finger auf jemand zu zeigen. Noch dazu aus nicht erkenntlichen Grund, oder genügt es schon über etwas anders zu denken oder zu glauben um ins Visier einer solchen Geisteshaltung zu gelangen?
Ich und unser Volk haben dies im großen Stil erdulden und erleiden müssen und ich kann nur bitten: wehret den Anfängen!
So kann ich Sie als Chefredakteur nur höflichst aber umso eindringlicher ersuchen, derart kriminalisierendes Schreiben nicht zuzulassen und es wäre sicher wertvoll, wenn Ihre sonst angesehene Zeitung eine Form der Distanzierung zu diesem Artikel zum Ausdruck bringen würde – des guten Miteinander wegen.
Ich bedanke mich sehr für Ihr Verständnis zu dieser Stellungnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Ernö Lazarovits
Direktor für Auswärtige
Angelegenheiten
des Zentralrates der Jüdischen Gemeinde in Ungarn
H-1075 Budapest
Sip u. 12
KLARSTELLUNG
Johann Brunnbauer
Gemeindeleiter
Vereinigungskirche Oberösterrreich
An die Redaktion der O.O.Nachrichten
z.Hd. Hannes Fehringer
Brucknerplatz 1 4400
Steyr
4.10.201
Sehr geehrter Herr Fehringer,
Als Leiter der Vereinigungskirche OÖ, der in ihrem Artikel persönlich angesprochen wurde, möchte ich wie folgt Stellung nehmen:
Ich bin stolz darauf, dass Mitglieder meiner Gemeinde an so tollen Projekten, wie es das Projekt Friedensbrücke in Reichraming ist, aktiv teilnehmen.
Die Religionszugehörigkeit sollte nicht ausschlaggebend sein, wie ein Projekt in den Medien bewertet wird.
Ich finde es beschämend und befremdend, dass von Ihnen unlautere Motive unterstellt werden, die keinerlei Berechtigung haben.
Ich fordere Sie auf zum Abdruck folgender Klarstellung zum Artikel in den O.Ö. Nachrichten vom 3.10.2011 mit der Überschrift „Bei Feier an der Friedensbrücke führte die Moon-Sekte Regie"
Die „Regie" dieser Veranstaltung führte nicht die „Moon-Sekte", sondern die Familie Pammer aus Steyr, von der auch die Idee der Friedensbrücke vor zwei Jahren stammt.
Als Leiter der Vereinigungskirche OÖ hatte ich keinen Einfluss weder auf das Projekt vor zwei Jahren als die Friedensbrücke gebaut wurde, noch auf die Veranstaltung am Sonntag, den 2.10.2011, sondern wurde, wie Repräsentanten anderer Religionen, zu einer symbolischen Zeremonie eingeladen.
Der Autor des Artikels erwähnt nicht, dass an dieser Wasserzeremonie Repräsentanten verschiedener Religionen teilgenommen haben. Auch spricht der Autor des Artikels über die Tagung am Vormittag, an der er selber nicht teilnahm.
Bei der Veranstaltung wurde keine Werbung für die Vereinigungskirche gemacht (sie selber schreiben ja, dass unsere Kirche nur kurz erwähnt wurde).
- Schon 1996 hat die vom Deutschen Bundesrat eingesetzte Enquete-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen" im Endbericht deutlich gemacht, dass der Begriff Sekte eine ungerechtfertigte Abwertung darstellt und nicht mehr verwendet werden soll (www.sekten.at/enquete/enquete.htm)
Die Vereinigungskirche in Osterreich ist eine religiöse Minderheit, deren Mitglieder den nötigen Respekt erwarten dürfen und deren Religionsfreiheit durch unsere Bundesverfassung sowie durch Art. 18 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, Art.9 der Europäischen Menschenrechtskonvention und Art. 10 der Grundrechtscharta der EU geschützt ist.
Laut Artikel 6 Ziffer 2 des Staatsvertrages von 1955 sind wir alle dazu aufgerufen, diesem Anliegen in unserer täglichen Lebenspraxis Rechnung zu tragen. Es ist nicht ersichtlich, dass Journalisten davon ausgenommen sein sollten:
2.Österreich verpflichtet sich weiters dazu, dass die in Österreich geltenden Gesetze weder in ihrem Inhalt noch in ihrer Anwendung zwischen Personen österreichischer Staatsangehörigkeit auf Grund ihrer Rasse, ihres Geschlechtes, ihrer Sprache oder ihrer Religion, sei es in Bezug auf ihre Person, ihre Vermögenswerte, ihre geschäftlichen, beruflichen oder finanziellen Interessen, ihre Rechtsstellung, ihre politischen oder bürgerlichen Rechte, sei es auf irgendeinem anderen Gebiete, diskriminieren oder Diskriminierungen zur Folge haben werden.
Die Theologie der Vereinigungskirche in einem Satz darstellen zu wollen, der in dieser Formulierung zu Missverständnissen führen muss, ist nicht möglich. Die Vereinigungskirche würdigt das Erlösungswerk Jesu sehr wohl.
Mit besten Grüßen,
Johann Brunnbauer
LESERBRIEFE
Sehr geehrter Herr Cuturi,
Sehr geehrte Damen und Herren der Chefredaktion,
mit großer Betroffenheit habe ich in den vergangen Wochen Folgendes festgestellt: Zu mehreren hochkarätig besetzten Aktivitäten der Friedensinitiative der Stadt Linz, insbesondere zu den 25-Jahrfeiern der "Friedensstadt Linz" am UN Weltfriedenstag, konnte ich in OÖN keinen einzigen Artikel finden. Warum??
Eine mir persönlich bekannte sehr engagierte Friedensaktivistin Frau Mag. Maria Pammer, hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Ihrem Gatten mit dem hart verdienten Familieneinkommen die Friedensbrücke in Reichraming initiiert und diese mit Jugendlichen aus Palästina, Israel und Österreich verwirklicht.
In der OÖN-Ausgabe vom 3. Okt. entwertet Ihr Redakteur Herr Fehringer das ernsthafte Bemühen der m.E. sehr wertvollen und engagierten Friedensinititative der Familie Pammer. Die fürchterliche journalistische "Sektenkeule" hat erbarmungslos zugeschlagen. In besagtem Artikel wird behauptet, bewertet, be- und verurteilt und noch kräftig Angst geschürt. Von sachlicher Berichterstattung kann hier keine Rede sein. "Gute Nacht!"
Ich bin froh, das OÖN-Abo nach über 10 Jahren treuer Leserschaft schon voriges Jahr beendet zu haben. Ihre Zeitung erscheint mir mehr und mehr als ein Medium ohne Rückgrat. Wie wäre es mal mit einer Recherche zu "wieviel des von der Voestalpine produzierten Stahls bisher in die Rüstungsindustrie geflossen ist und noch immer fließt?"
Das Geschäft mit dem Krieg scheint interessanter. Mit Friedensthemen kann man offensichtliche kein Geschäft machen. Vielleicht wird von den mächtigen Wirtschafts- u. Finanzbossen gar nicht gewünscht, dass sich die Bevölkerung ernsthaft mit Friedensthemen beschäftigt? Schade.
Das Desinteresse von Medien an Friedens-Themen stimmt mich traurig.
Johann Guttenbrunner
Sehr geehrte Damen und Herren,
In Ihrer Ausgabe vom 3.
Oktober findet sich in der Rubrik „Land und Leute“ ein Artikel von Herrn
Hannes Fehringer über eine Veranstaltung in Reichraming zum Thema Frieden. Da
ich die Feier incl. Wasserzeremonie am Nachmittag, an der Vertreter mehrerer
Religionen teilnahmen, moderiert habe, fühle ich mich angesprochen, dazu
Stellung zu nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Heinrich Krcek, theol.
Ambassador for Peace
3332 Rosenau
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Leserbrief zum Artikel von Hannes Fehringer vom 3.10.2011
Mehr Mut!
Ich bin seit über zehn Jahren mit einem Mitglied der Vereinigungskirche befreundet. Weil es zu meinen Prinzipien gehört, nicht einfach die Meinung anderer zu übernehmen, sondern mir selbst einen Eindruck zu verschaffen, bin ich offen auf meine jetzige Freundin zugegangen.
Wir entdeckten viele Gemeinsamkeiten und konnten beide unseren Horizont durch die andere erweitern. Während ich durch meine Freundin Bekanntschaft mit interessanten Menschen aus aller Welt machte, war ich für sie sozusagen das Tor in unsere Dorfgemeinschaft. Als gebürtige Finnin hat sie hier ihre zweite Heimat gefunden.
Nicht ein einziges Mal wurde ich in all den Jahren aufgefordert, irgendwo beizutreten oder etwas zu tun, was mir nicht gefallen hätte. Ich erlebe diese Menschen als offen und respektvoll im Umgang mit Andersdenkenden, die Familie ist ihnen sehr wichtig und sie setzen sich weltweit für den Frieden ein.
Ich wünsche mir ganz allgemein im Umgang mit anderen Religionen und Kulturen weniger Angst und mehr Mut zur eigenen Meinungsbildung. Mündige Bürger brauchen keine „Führer“ aus Politik, Kirche od. Journalismus, die ihnen sagen, was richtig oder falsch ist!
Gerlinde Freller-Steindl
FOREF Europa: Digitale Pressemappe (APA)
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Reply #1 on : Thu October 27, 2011, 14:52:50